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Imkern im Jahreslauf — Teil 1 — Januar bis März

Das neue Jahr hat begonnen, die Bienen sitzen dicht beieinander in ihrer sogenannten Wintertraube und wärmen sich und die Königin. Als Imker ist es im Januar und Februar zunächst wichtig, den Futtervorrat zu überprüfen, sodass genügend für die Bienen vorhanden ist, um den restlichen Winter zu überstehen. Das klingt erstmal nach wenig Arbeit – vermeintlich, denn es gibt einige andere Aufgaben, die in der Zeit von Januar bis März abseits der Bienen erledigt werden sollten. Dazu zählt den Bestand des Materials zu kontrollieren und bei Bedarf neue Beuten und Rähmchen etc. zu kaufen. Des Weiteren kann man es sich nun gemütlich machen und bei einer Tasse Tee neue Mittelwände in die Rähmchen einlöten.

Wird es dann, wie auch in diesem Jahr, ab Mitte März wärmer, so ist dies der Startschuss für die neue Saison. Jetzt geht es endlich wieder raus, sowohl für den Bien als auch für uns Imker. Umso froher bin ich, dass es trotz der Einschränkungen zur Bekämpfung des neuen Corona-Virus weiter erlaubt ist, den eigenen (Klein)garten zu besuchen und sich um die Bienchen zu kümmern. Bei der ersten Durchsicht sollte dann nochmal überprüft werden, ob noch genügend Futter im Stock ist (wenigstens 8-10kg). Danach können einige kleine Handgriffe erfolgen, wie das Entfernen vom Mäusegitter und das Anbringen des Anflugbretts.

Wenn dann Flugwetter herrscht, sollte als nächstes die Weiselrichtigkeit festgestellt werden. Weiselrichtigkeit bedeutet, dass eine Königin im Volk vorhanden ist und Eier legt. Dann können auch der Baurahmen eingesetzt werden, sowie eventuell das Absperrgitter und der erste Honigraum. Dabei gilt, es gibt kaum einen zu frühen Zeitpunkt, um den Honigraum aufzusetzen.

Zum Kürprogramm des Imkerns in dieser Zeit des Jahres gehört es, die Randwabe zu entfernen und die Bienen auf den Brutraum beziehungsweise ihre Volksstärke anzupassen, das heißt, das Schied so zu platzieren, dass im Brutraum alle Waben besetzt sind und alle anderen (Futter)waben, auf der anderen Seite des Schieds hängen. Außerdem sollten Leerwaben und Altwaben dann entfernt werden. Schließlich kann noch das Wärmebrett eingelegt werden.

Nach all diesen Schritten sind die Bienen startklar für die Saison. Der Frühling gibt ihnen einen erheblichen Schub, denn die Königin legt bis zu 1500 Eier täglich, sodass ein Volk im Sommer zu einer Stärke von bis zu 50 000 Bienen anwächst.




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